Lösung für bisherigen Pendler-ICE nach Hamburg ab Mai 2026 nötig

30. Januar 2026 | Von | Kategorie: Themen

Beim PRO BAHN Landesverband Mecklenburg-Vorpommern haben sich verschiedene Pendler gemeldet, die mit der bevorstehenden Streichung der morgendlichen Pendler-ICE ab 01. Mai 2026 von Rostock über Schwerin nach Hamburg mit deutlichen Nachteilen in der Mobilität im westlichen Mecklenburg gegenüber stehen.

Eine für viele Pendler angemessene Ankunft vor 8 Uhr in Hamburg wird mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum noch möglich sein. Besonders bei Familien mit Kindern ist dies nicht akzeptabel, da dies ein noch früheres Aufstehen bedeutet, wenn als Alternative der RE 1 genutzt werden soll. Bereits während der Generalsanierung Hamburg – Berlin haben sich viele Pendler bereits mit anderen Angeboten abfinden müssen. Allerdings dürfe dies aus Pendlersicht kein Dauerzustand sein. Deshalb ist es erforderlich, dass bis 1. Mai eine Lösung gefunden wird, wie die drohende Angebotslücke vermieden werden kann.

PRO BAHN hat sich deshalb an das Land Mecklenburg-Vorpommern gewandt und folgende Lösungsmöglichkeiten für Verhandlungen mit der Deutschen Bahn vorgeschlagen:

  • Wiedereinsetzung eines ICE-Zugpaares mit Freigabe für Nahverkehrstickets, ggf. mit geringem Zuschlag oder
  • Einführung eines Sprinter-RE-Zugpaares mit wenigen ausgewählten Halten zwischen Rostock und Hamburg

Die Wiedereinsetzung eines ICE-Zugpaares auf der Strecke Rostock – Schwerin – Hamburg wäre für viele Pendler die beste Variante. Denn es geht morgens zügig und mit bekanntem Komfort in Richtung Hamburg, was besonders auch Geschäftsreisende sehr schätzen. Die Fahrlage sollte wie beim bisherigen ICE 1599 liegen, also gegen 05:45 Uhr ab Rostock, 06:40 Uhr ab Schwerin Hbf, 07:46 Uhr an Hamburg Hbf. Wenn dieser ICE noch in Richtung Frankfurt/Main oder das Ruhrgebiet durchgebunden wird, könnten möglicherweise weitere Fahrgäste für den Zug gewonnen werden und die Wirtschaftlichkeit der Verbindung erhöht werden. Bislang endete der Zug in Hamburg.

Wenn die Möglichkeit eines ICE-Zugpaares nicht in Frage kommt, sollte die Einführung eines Sprinter-RE-Zugpaares weiterverfolgt und realisiert werden. Ein solches Angebot sollte in den Morgenstunden etwa zu ähnlicher Zeit in Rostock starten, wie der bisherige ICE 1599, der bis Ende Juli 2025 fuhr. Der Startzeitpunkt müsste sich entsprechend danach richten, dass eine Ankunft gegen 07:45 Uhr möglich ist – unter Beachtung, dass der eingesetzte Zugtyp der DB Regio max. 160 km/h fahren kann und somit für die Strecke etwas länger benötigt. Als RE-Halte sollten hier max. die bisherigen ICE-Halte in Frage kommen, damit auch tatsächlich ein schnelles Angebot für Pendler aus Westmecklenburg gegeben ist. Auf einen Halt in Büchen könnte auch verzichtet werden und stattdessen in Boizenburg vorgesehen werden. Dadurch würden besonders Pendler aus Mecklenburg-Vorpommern von einer zusätzlichen RE-Leistung profitieren können.

Die Gegenleistung zur morgendlichen Zugfahrt müsste jeweils gegen ca. 20:30 Uhr ab Hamburg als schnelles Abendangebot nach Schwerin und Rostock angeboten werden, da sich ab Mai für viele Pendler eine weitere Angebotslücke auftut. Denn zwischen 19:21 Uhr und 21:22 Uhr fehlt ein Zugangebot, das ebenfalls von vielen Pendlern vermisst wird.

Der Bahnhof Rostock als wichtiger Verkehrsknoten mit Fern- und Regionalzügen in Mecklenburg-Vorpommern. Auch in Zukunft wünschen sich viele Pendler weiterhin ein attraktives schnelles Angebot in den Morgenstunden nach Hamburg.

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